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Outdoor Growing

Die Hanfzucht im Freien ist eine einfache Methode, sich sein Lieblings- Genussmittel zu verschaffen. Das größte Problem liegt an der Tatsache, dass die Pflanze nicht nur von ihren "Liebhabern" unrechtmäßig geerntet wird, einigen Züchtern wurden die Pflanzen auch kurz vor der Ernte "mal so" geklaut. Dadurch wird es schwer, eigentlich optimal geeignete Stellen zu nutzen.

Der Pflanzort
Die erste Aufgabe ist also, den bevorzugten Pflanzplatz auf Auffälligkeit zu prüfen. Dabei sollte beachtet werden, dass hierzulande beinahe jede Fläche irgendwie genutzt oder bearbeitet wird. Beim späteren Pflegen und Besuchen der Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Fuss- und anderen Spuren nicht zu deutlich zu sehen sind: am besten nicht immer den selben Weg benutzen.
Sportliche Pflanzer sind schon auf die Idee gekommen, die Pflanzen in Bäumen zu tarnen. Dabei haben sie die Töpfe in den Kronen von dicken Bäumen befestigt. Die Wasserversorgung in trockenen Monaten ist dabei allerdings nicht unbedingt eine Aufgabe, die mal kurz zwischen zwei Bong - Ladungen erledigt wird.

Große Felder können leicht aus der Luft festgestellt werden; in waldreichen Regionen roden erfahrene Sensimilla- Guerilla nicht ganze Flächen, sondern nur einzelne Bäume, damit die Pflanzungen nicht auffallen.

Die zweite Aufgabe ist die Analyse der Bodenbeschaffenheit. Etwaige Änderungen der Bodenbeschaffenheit sollten am besten im Herbst des Vorjahres stattfinden.

Struktur des Bodens
Der Boden sollte eine möglichst lockere Struktur haben. Zu sehr verdichtete Böden können durch Zugabe von Perlite oder Sand aufgelockert werden.
Der Boden verdichtet sich im Verlauf des Jahres immer mehr. Im Sommer ist er durch das Austrocknen an der Oberfläche nur noch sehr schwer zu bearbeiten.
Wenn die Pflanzen erst im Juni oder später ausgesetzt werden, ist es gut wenn der Boden am Pflanzort schon im April oder Mai (mit Schaufel oder Spaten) vorbereitet wird und Zusätze für die eventuelle Nährstoffanreicherung (zB. Pre-Mix oder Wurmdung) eingearbeitet werden.

Nährstoffe und pH- Wert
Der Nährstoffgehalt des Pflanzorts kann mit einem Test für 50.- DM in einem Labor bestimmt werden. Es ist aber auch an der Vegetation zu erkennen, wie hoch der Nährstoffgehalt des Bodens ist. Wo überwiegend Disteln wachsen, sind nur wenige Nährstoffe im Boden vorhanden. Brennesseln wachsen dort, wo relativ viele Nährstoffe vorhanden sind. Die pH- Wert- Bestimmung kann mit einem pH- Testkit durchgeführt werden. Korrekturen des pH- Werts können mit AZ Kalk durchgeführt werden. Waldboden ist fast immer zu sauer und sollte deshalb auf jeden Fall mit AZ Kalk behandelt werden. Die Korrektur sollte einige Zeit vor dem Pflanzen durchgeführt werden, am besten im Herbst des Vorjahres.
Frischer Tierdung sollte mindestens ein halbes Jahr vorher in den Boden eingearbeitet werden.


                                 Nothern Light x BigBud

Wenn der Standort gefunden und vorbereitet ist, geht´s an den entscheidenden Teil der Selbstversorgung.

Die Auswahl der Samen
Für Nordeuropa eignen sich Sorten mit einer kurzen Blütezeit. Getestet und für gut empfunden:
KC33, Hollands- Hoop, Durban- Poison, Early- Girl, Early- Skunk, Ruderalis- Indica, Werder- High, aber auch Afghani und Shiva x NL x 5. Generell eignen sich die meisten Indica- Sorten, allerdings ist es sinnvoll, auf die frühen Varianten zurückzugreifen. Sativas sind fast alle ungeeignet, außer in einem Gewächshaus mit Verdunkelungsmöglichkeit oder Heizung (wegen Schimmelgefahr in Oktober und November).

Der Zeitpunkt zum Setzen der Sämlinge
Die Vorzucht der Pflanzen kann schon sehr früh beginnen. Allerdings muss dabei auf künstliche Belichtung zurückgegriffen werden, wenn die natürlichen Belichtungszeiten unter 12 Stunden liegt, da sonst die Pflanzen frühzeitig mit der Blütenentwicklung beginnen (und nicht weiterwachsen).
Wer Samen mit künstlichem Licht vorzieht, sollte darauf achten, dass die gewählte Belichtungszeit mit den Lichtstunden desjenigen Tages übereinstimmt, an dem die Pflanze ins Freie gesetzt werden soll. Die Sonnenstunden der Tage kannst du dem Sonnenkalender entnehmen. Wer also plant, die Pflanze am 14. 05. 2000 zu "befreien", sollte eine Belichtungszeit von ca. 15 Stunden und 25 Minuten wählen. Mitte Mai sind die Temperaturen in der Natur in Deutschland so hoch, dass die Pflanzen ohne grossen Schock draussen weiterwachsen können. In einigen Gegenden können die Pflanzen auch schon früher ausgesetzt werden. Um Samen erfolgreich auszusäen, bedarf es einer großen Menge. Die Keim- und Anwachsquote ist sehr viel niedriger, als bei der Anzucht in Innenräumen.
Es hat einen enormen Vorteil, wenn die Pflanzen drinnen vorgezogen werden und schon mit einer Größe von 20 cm oder mehr ausgesetzt werden. Zum einen sind sie dann nicht gefährdet, von anderen Pflanzen überwuchert zu werden (was allerdings auch selten vorkommt), zum anderen haben Schnecken und andere Ungetiere auf ausgewachsene Hanfpflanzen weniger großen Appetit als auf jüngere Exemplare.


                          Shiva NL#5 Haze

Die oben aufgeführten Sorten haben einen Erntezeitpunkt, der zwischen September und Oktober liegt. Mit einigen Tricks können die Zeiten verschoben werden. Da in einigen Regionen schon im Oktober sehr viel Regen fällt und die Temperaturen um den Nullpunkt liegen, ist es wünschenswert, die Erntezeit auf Anfang September oder sogar Ende August zu verschieben.
Die 12 Stunden Dunkelheit, die beim Züchten mit Kunstlicht im allgemeinen zum Auslösen der Blüte eingesetzt werden, gibt´s in der Natur erst im September. Die oben genannten Sorten beginnen schon Blüten zu bilden, wenn sie Dunkelperioden um die 10 Stunden ausgesetzt werden.
Ältere Pflanzen kommen nach Dr. Knospe früher zur Blüte als junge. Eine Pflanze, die schon im Februar vorgezogen wurde, reift etwas früher als ihre Kollegin, die im Mai ihre ersten Blätter in´s Licht hielt.
Die Ruderalis- Indica ist eine Sorte, die, unabhängig von der Belichtungszeit, beim Erreichen von ca. 80 cm anfängt zu blühen.
Stecklinge von Samenpflanzen reifen anscheinend ein bis zwei Wochen später als ihre aus Samen gezogene Mutter.
Topfpflanzen können dazu gebracht werden, die Blüte auszulösen, indem sie jeden Tag 12 Stunden an einen absolut dunklen Ort ( Kellerraum, Schrank) gebracht werden. Zwei Wochen dieser Behandlung zu Anfang August sollten ausreichen, um den Blüteimpuls zu geben. Die Pflanze fängt dann an zu blühen und kann Ende September geerntet werden. Im Gewächshaus kann die Dunkelphase durch Abdecken mit Tüchern oder Schwarz-Weiß-Folie auf 12 Stunden verlängert werden.

                            [1.] Nothern- Light x BigBud
                            [2.] Afrika-Skunk
                            [3.] Schiva- Shanti 2


Einige Pflanzer berichteten im Hanfblatt, dass sie mit Hilfe von Baldrianextrakt die Blüte frühzeitig einleiten. Die B´cuzZ Blütestimulans hilft nicht beim Verschieben des Erntezeitpunkts, aber die Knospen werden besser ausgebildet.
Sobald es im Herbst oft regnet und die Temperaturen sinken, ist es ratsam, ständig auf Schimmelbildung zu kontrollieren, gerade bei den dicken Knospen. Schimmel bildet sich gerne im Innern der Knospen und ist von aussen oft schwer zu erkennen. Manchmal geben Blätter, die aussehen, als würden sie vertrocknen, einen Hinweis auf Schimmel in der Blüte. Die Blüte sieht dabei ganz gesund aus, nur ein größeres Blatt, welches aus der Blüte wächst, "verkrumpelt" dabei und stirbt ab. Angeschimmelte Pflanzenteile sollten mit mindestens 1 cm der gesunden Umgebung sofort entfernt werden. Nicht rauchen!


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