
Die Abluftanlage, Lüfter und Gebläse
Wird in geschlossenen Räumen mit
Endladungslampen gegrowed, so ist eine Abluftanlage zusätzlich zu den
Ventilatoren in den allermeisten Fällen unverzichtbar.
Die Ventilatoren verteilen und mischen die
vorhandene Luft zwar, aber sie tauschen die Luft nicht aus und kühlen
daher auch nicht.
Die Abwärme der Gerätschaften und die
evtl. zu geringe oder zu hohe relative Luftfeuchte erzeugen schnell ein
schlechtes Klima.
Ohne eine Abluftanlage steigt das Risiko von
Kümmerwuchs, Krankheiten und Schädlingen. Das Klima ist die
wirksamste natürliche Waffe gegen die meisten Schädlinge.
Temperaturen über 26°C und eine relative Luftfeuchte unter 40%,
oder über 75% erhöhen das Schädlingsrisiko enorm.
Durch schlechte klimatische Bedingungen wird die
Pflanze geschwächt und dadurch allgemein anfälliger.
Auch hängt die Wuchsgeschwindigkeit direkt mit
der Co2-versorgung und der Lichtintensität zusammen. Je intensiver die
Beleuchtung ist, desto mehr Co2 setzten die Pflanzen um. Die Pflanzen
verbrauchen das vorhandene CO2 aufgrund der hohen Lichtleistung der
Entladungslampen mitunter sehr schnell.
In der normalen Raumluft ist Co2 in ausreichender
Menge vorhanden. Zusätzliche Begasung auf 1500ppm Co2/m3 oder mehr, ist
im Heimbereich unnötig und unwirtschaftlich, da eine richtig
dimensionierte Abluftanlage die Pflanzen ständig und ausreichend mit
Co2 versorgt.
Wie komplex eine Abluftanlage aufgebaut sein muss,
bzw. welche Bauteile und Komponenten nötig sind, ist individuell sehr
verschieden.
Die Basis jeder Abluftanlage bildet immer der
Lüfter / das Gebläse.
Geeignet sind in erster Linie Rohrlüfter. Aber
auch Schneckenhauslüfter und Spiralgebläse.
Diese Lüfter bestehen aus einem Gebläse
welches so in ein Gehäuse(Druckraum) montiert ist, das eine Ansaug- und
eine Ausblasöffnung entsteht. Solche Lüfter erzeugen eine relativ
große Druckdifferenz zwischen der Ansaug- und der
Ausblassöffnung.
Der Lüfter wird immer als Abluftgebläse
betrieben. D.h. er saugt die warme, verbrauchte Abluft im Inneren des
Growraumes/schrankes, oberhalb der Lampen ab und bläst die Abluft nach
draußen. Hierdurch entsteht ein Unterdruck im Growraum, welcher
dafür sorgt das stets frische, kühlere Luft von außen
nachströmt. Dafür ist min. eine Zuluftöffnung nötig,
welche den doppelten Durchmesser der Ausblassöffnung haben sollte, um
Pfeifgeräusche und Leistungsabfall zu vermeiden.
Es ist zu beachten das die Zuluftöffnungen
gegen austretendes und einfallendes licht geschützt werden müssen
(Rückschlagklappen / Doppelwinkel). Auch ist ein Feinfilter oder
zumindest ein feines Netz (Fliegengitter) in die Zuluftöffnungen zu
integrieren um die Blütenpracht vor Schädlingen, Fasern, Haaren,
Staub usw. zu schützen.
Bei starken Lüftungsanlagen kann ein Prallblech
an der Innenseite der Zuluftöffnungen montiert werden um die
nebenstehenden Pflanzen vor zu starker, direkter Zugluft zu
schützen.
Ein zweiter Lüfter für die Frischluft ist
nur dann nötig wenn in großen Systemen mit Klimaextremen gegrowed
wird, oder wenn kühle Zuluft über lange Strecken herangeführt
werden muss.
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