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Tips für den Lampenkauf

Nach der trockenen Einführung, sei gesagt, daß NUR Natriumdampflampen, Metal-Halogen-Lampen und Leuchtstofflampen für die Hanfzucht geeignet sind. Alle anderen künstlichen Lichtquellen führen nicht zum Erfolg (z.B. hohe Temperatur und/oder schlechter Wirkungsgrad), oder sind für die Zucht aus wirtschaftlichen Günden NICHT GEEIGNET (z.B. Quecksilberdampflampen).

Mindest benötigte Lichtversorgung für 1 m2 Anbaufläche (höhe Männlichkeitsrate) Optimale Lichtversorgung für 1 m2 Anbaufläche
Wuchs 15 000 Lumen / 6500 Kelvin 25 000+ Lumen / 6500 Kelvin
Blüte 30 000 Lumen / 3500 Kelvin 50 000+ Lumen / 3500 Kelvin

In erster Linie muß der Kauf der Lampe nach der Anbaufläche gerichtet sein, wobei der Lichtstom (Lumenanzahl) wichtiger ist, als die Farbtemperatur.
Im Wuchs benötigt Hanf Licht mit vielen Blau-Anteilen. Dieses läßt sich am besten von Metall-Halogen-Dampflampen oder Leuchtstoffröhren erzeugen. Vor allem in der ersten Woche sind LSR dringend zu empfehlen, da diese praktisch keine Wärme abstrahlen, und damit in 1 cm Entfernung zu den noch jungen und schwachen Pflanzen angebracht werden können ohne diese zu schädigen. Zur Not klappt es im Wuchs auch mit Natriumdampf, da es auch genug blaues Licht erzeugt, optimal ist es jedoch wahrlich nicht.
Für die Blüte wird viel Licht (voralem rotes) benötigt, und da kommt eigentlich nur ein Lampentyp in Frage, nämlich jener mit der besten Lichtausbeute pro Watt, die Natriumdampflampe. Es gibt zwar Leute, die ihre Pflanzen in der Blüte mit Leuchtstoff beleuchten, doch dazu muß gesagt werden, daß sich der Aufwand kaum lohnt (außer bei wirklich kleinen Anbauflächen, max. 0,25 m2), doch dazu etwas später. Metall-Halogen-Lampen, eignen sich, durch den Mangel an Rottönen nicht für die Beleuchtung in der Blüte.


Metal-Halogen-Lampen im Detail
Wie bereits erwähnt sind Metal-Halogen-Lampen für die Aufzucht von Stecklingen oder Jungpflanzen geeignet. Gängige Lampen sind zum Beispiel die "OSRAM HQI T" und "PHILIPS HPI T", wobei No-Name Lampen nicht schlechter sind. Das weiß-blaue Licht dieser Systeme begünstigt die Stickstoffverwertung in den Jungpflanzen und sorgt für dunkel Grüne kräftige Blätter.

Stromleistung 1.000 Watt 600 Watt 400 Watt 250 Watt
Lichtleistung 81.000 lm - 30.000 lm 17.000 lm
Stromverbrauch 1.053 Watt - 425 Watt 305 Watt
Quelle: Bushplanet Katalog


Natriumdampf-Lampen im Detail
Natriumdampf-Lampen bieten dank ihrem hohen Rotanteil optimale (Licht)Bedingungen für die Blüte. Falls man seine Natriumdampflampe auch im Wuchs verwenden möchte, so empfielt sich auf jeden Fall "SON-T Plus" oder "SON-T Agro" von Phillips, da sie einen zusätzliche Blauanteil besitzt. Letztlich sei gesagt, da keine anschaubarer Heimgarten ohne eine Natriumdampflampe auskommt. Wer diese Investition scheut, der sollte lieber die Finger vom "growen" lassen. Es klingt vielleicht etwas hart, aber es soll ein aus Erfahrung stammender, gut gemeinter Ratschlag meinerseits sein.

Stromleistung 1.000 Watt 600 Watt 400 Watt 250 Watt
Lichtleistung 130.000 lm 90.000 lm 56.000 lm 33.000 lm
Stromverbrauch 1.083 Watt 692 Watt 464 Watt 319 Watt
Quelle: Bushplanet Katalog


Leuchtstoffröhren im Detail
Viele kennen meine Vorliebe für Leuchtstoffröhren im Wuchs, da ich einerseits auf einer kleinen Fläche anbaue, andererseits aber die Einfachheit im Umgang und die Wirtschaftlichkeit der Leuchtstoffröhren schätze. Sie geben (bei richtigem Einsatz) optimales Licht (ähnlich Metal-Halogen-Lampen), machen keine Temperaturprobleme und sind durch den geringen Preis im Betrieb und bei der Anschaffung für den Heimgärtner äußerst attraktiv. Im Gegensatz zu Hochdruck-Entladungslampen gibt es beim Kauf von Leuchtstoffröhren, durch ein breiteres Angebot, viel mehr zu beachten. Erstmal muß zwischen Standard-, Dreibanden- und Fünfbanden-Leuchtstoffröhren unterschieden werden. Obwohl alle drei Arten äußerlich alle gleich aussehen, unterscheiden sie sich in ihrer Funktionalität gewaltig. Standard-LSR kommen, weil sie unwirtschaftlich sind, aus der Mode, und werden durch Dreibandenlampen (höherer Lichtstrom, gute Farbwiedergabe), und Fünfbandenlampen (beste Farbwiedergabe) ersetzt. Beim Kauf ist auf jeden Fall auf die Bezeichnung zu achten. Die Bezeichnung von Leuchtstofflampen ist international standardisiert, auch wenn der Standard nicht von allen Herstellern verwendet wird.   Bei Osram lauten die Bezeichnungen z.B. folgendermaßen:

L 36 W/31-830 (die letzten 3 Ziffern geben die international standardisierte Bezeichnung an)
L Bauart, hier z.B. in Stabform
36 W Stromleistung, hier z.B. 36 Watt
31 Lampenbezeichnung von OSRAM, hier z.B. Dreibandenlampe - warmweiß
8 int. Farbwiedergabestufe, entweder 8 (Dreibanden) oder 9 (Fünfbanden)
30 int. Farbtemperatur, in diesem Fall 30 für 3000K=warmweiß

Beim Kauf muß demnach auf die Wattanzahl und die internationale Kennzahl geachtet werden. Für den Anbau von Hanf sind nur Dreibandenlampen (jene deren dreistellige int. Kennzahl mit einer "8" beginnt) interessant, da sie am meisten Licht abgeben. Fünfbandenlampen (z.B. Aquarienlampen, Grolux, Aqualux) besitzen zwar eine sehr gute Farbwiedergabe und decken damit das von den Pflanzen benötigte Spektrum (fast) perfekt ab, doch der für der Hanfanbau benötigte Lichtstrom wird nicht erreicht (d.h. zu wenig Lumen). Es würden sehr viele Fünfbandenlampen benötigt werden, so daß es sich preislich (Anschaffung und Betrieb) eher auszahlen würde Matal-Halogen-Lampen mit entsprechender Klimaregelung zu verwenden.

Int. Kennzahl Farbtemperatur (in Kelvin) Lichtfarbenbezeichnung
827 2700 Interna
830 3000 Warmton / Warmweiß / warm white
840 4000 Hellweiß / Kaltweiß / cool white
860 / 865 6000 / 6500 Tageslichtweiß / daylight

Es ist jedoch auch möglich mit Dreibandenlampen ein für Hanfpflanzen entsprechendes Spektrum abzudecken. Im Wuchs empfiehlt es sich hauptsächlich "daylight"-Lampen zu verwenden, also jene mit der internationalen Kennzahl 860 (Osram, Sylvania) bzw. 865 (Philips). Diese haben sehr viele Blauanteile und sind verantwortlich für buschigen Wuchs mit kurzen Internodien. Oft ist es auch hilfreich "warm white"-Lampen (830) dazuzuhängen. Diese versorgen die Pflanzen mit dem restlichen Farbspektrum, und geben ganz nebenbei auch etwas mehr Licht ab. Es müssen jedoch mindestens doppelt soviele "daylight" wie "warm white" eingesetzt werden, da sonst die Pflanzen zu "spargeln" beginnen könnten.
Falls es doch Leute gibt, die auf sehr kleinem Raum anbauen und für die, Qualität und Erntemenge keine Rolle spielen, so kann man (nicht anzuraten) auch in der Blüte mit reinem Leuchtstoff fahren. Ich empfehle hauptsächlich "warm white" zu verwenden. Man kann auch teilweise "daylight"-Lampen im Verhältnis von höchstens 1:2 dazuhängen.

 
 

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