Lichtquellen
In unseren Alltag haben viele verschiedene Lichtquellen Einzug gefunden. Welche sind jedoch für die Hanfzucht einsetzbar? Vielleicht kann ich mit diesem Kapitel einige Fragen beantworten und gewisse Irrtümer beseitigen.
Temperaturstrahler (Glühlampen, 10-15 lm/W)
Bei Glühlampen handelt es sich um sog. Temperaturstrahler. Die aus Wolframdraht bestehende Wendel wird durch elektrischen Strom zum Glühen, und damit zum Leuchten, gebracht. Bei dieser Form der Lichterzeugung werden nur ca. 5 % der eingesetzten Energie in Licht umgewandelt. Der Rest geht als Wärme verloren.Glühlampen sind uneingeschränkt dimmbar und haben eine Lebensdauer von ca. 1000 Stunden.
Halogen-Glühlampen (10-15 lm/W)
Durch den Zusatz von Halogenen werden aus konventionellen Glühlampen Halogen-Glühlampen. Sie erzeugen brillantes Licht, das Oberflächen glänzen und Farben leuchten lässt. Die Lebensdauer von Halogenlampen ist etwa doppelt so hoch wie die konventioneller Lampen (2000 Stunden). Und sie sind meist deutlich kleiner als "normale" Glühlampen. Möglich ist all dies durch den sog. Halogenkreislauf.
Entladungslampen
Lichtquelle, bei der das Licht durch elektrische Entladung in Gasen oder Metalldämpfen erzeugt wird. Die Lampeneigenschaften hängen hierbei neben der verwendeten Lampenfüllung vor allem vom Betriebsdruck der Lampe ab. Man unterscheidet daher zwischen Niederdruck- und Hochdruck-Entladungslampen. Hochdruck-Entladungslampen haben den Vorteil, daß durch den hohen Betriebsdruck sich die erzeugten Spektralbereiche verbreitern, was zu einer Verbesserung der Farbwiedergabe führt.
Natriumdampf-Niederdrucklampen
Sind Niederdruck-Entladungslampen mit Natriumdampffüllung und haben mit 183 lm/W die höchste Lichtausbeute aller Lampen. Natriumdampf-Niederdrucklampen benötigen Zünd- und Vorschaltgeräte. Da Natriumdampf-Niederdrucklampen kein Farbspektrum sondern nur Licht einer Wellenlänge abstrahlen und nicht wie Natriumdampf-Hochdrucklampen bzw. Leuchtstofflampen ein Spektrum abdecken sind sie für die Hanfzucht vollkommen uninteressant.
Leuchtstofflampen (75-100 lm/W)
Die Leuchtstofflampe ist eine mit Quecksilberdampf gefüllte, rohrförmige Niederdruck-Entladungslampe. 70 Prozent des künstlichen Lichtes auf der ganzen Welt wird mit Leuchtstofflampen erzeugt. Dies liegt an der extrem langen Lebensdauer von etwa 12.000 Stunden. Durch unterschiedliche Leuchtstoffe werden eine Reihe von Lichtfarben und unterschiedliche Farbwiedergabequalitäten erreicht. Leuchtstofflampen benötigen Start- und Vorschaltgeräte. Leuchtstofflampen zeichnen sich durch hohe Wirtschaftlichkeit und sehr lange Lebensdauer aus. Sie leben bedeutend länger als Glühlampen und verbrauchen viel weniger Strom.
Kompakt-Leuchtstofflampen (50-65 lm/W)
Kompakt-Leuchtstofflampen erzeugen ihr Licht nach dem gleichen Prinzip wie Leuchtstofflampen. Durch Biegen des Glasrohres ist es gelungen, diese Lampen sehr kompakt zu bauen. Bei den Kompaktleuchtstofflampen ist das erforderliche Vorschaltgerät bereits integriert. Dadurch kann sie als Energiesparlampe einfach in vorhandene Glühlampen-Leuchten "eingeschraubt" werden. Ihr großer Nachteil gegenüber Leuchtstofflampen sind einerseits nicht so hohe Lichtausbeute und andrerseits die geringe Auswahl an Farbtemperaturen (fast nur in 2700 K verfügbar).
Natriumdampflampen (90-120 lm/W)
Hochdruck-Entladungslampe mit Natriumdampffüllung. Gegenüber Natriumdampf-Niederdrucklampen ist die Farbwiedergabe deutlich verbessert, die Lichtausbeute ist jedoch geringer. Die Lichtfarbe liegt im warmweißen Bereich (ca. 3200 K). Natriumdampf-Hochdrucklampen benötigen Zünd- und Vorschaltgeräte.
Quecksilberdampflampen (60-80 lm/W)
Das ist eine Hochdruck-Entladungslampe mit Quecksilberdampffüllung. Sie erzeugt unter hohem Druck sichtbares Licht, allerdings mit geringem Rotanteil. Das Licht der Quecksilberdampf-Hochdruck-Entladung ist bläulich-weiß, mit hohem Gelb- und Grünanteil. Quecksilberdampf-Hochdrucklampen benötigen Vorschaltgeräte, aber keine Zündgeräte. Quecksilberdampf-Hochdrucklampen sind wegen ihrer relativ hohen Lichtausbeute und der langen Lebensdauer und damit großen Austauschintervalle (sehr) wirtschaftlich.
Metall-Halogen-Dampflampen (70-80 lm/W)
Ähnlich Quecksilberdampf-Hochdrucklampen. Hoher Blauanteil. Metal-Halogen-Hochdrucklampen benötigen Zünd- und Vorschaltgeräte.

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