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Licht Special

Verwendung von Licht in der Indoorzucht

Für die Pflanzenzucht drinnen (und auch draußen), ist Licht der wichtigste Faktor. Denn ohne Licht können für die Pflanzen lebenswichtige chemische Vorgänge (Photosynthese) nicht stattfinden. Zwar werden für diese Vorgänge unter anderem viele weitere Stoffe benötigt (H2O, CO2, O2,...), diese sind jedoch meistens in der Umgebung vorhanden oder sind relativ einfach herbeizuschaffen. Ohne spezielle (zumeist nicht billige) Lichtquellen läuft gar nichts im Indooranbau. Speziell für die Hanfzucht sei gesagt, daß wenn man als Anfänger an den Anbau drinnen herantrauen möchte, einen Rat einholt, man zunächst verwirrt ist, welche Anschaffungen (und damit verbundene Kosten) anstehen. Viele fragen sich dann, ob man wirlich all dieses Zeug braucht. An dieser Stelle sei gesagt, daß man bei der Hanfzucht eine Menge verschiedener Sachen einsetzt, um einerseits die eigene Lebensqualität zu steigern (Schrank, Aktivkohlefilter, Schalldämpfer,...) und andererseits um den Ertrag und die Qualität des Endproduktes zu erhöhen (spezielle Substrate und Dünger, Klimaregulatoren, ...). Rein theoretisch würde eine Hanfpflanze unter passendem Licht offen in einem Raum gedeihen können. Wenn man aller paar Tage noch gießt und kräftig an ihrem Stamm rüttelt, dann knickt sie auch nicht um, wenn sie größer ist. Wer will jedoch eine Pflanze mitten im Raum stehen haben, deren Beleuchtung den Raum 18 Stunden am Tag unweigerlich erhellt. Wer möchte schon daß die gesamte Wohnung, bzw. das gesamte Stockwerk nach dieser Pflanze riecht. Und wer möchte unsinnig viel Geld für Strom ausgeben, um dann ein paar Gramm Selbstgezüchtetes in den Händen halten zu können. Mein persöliches Resumee lautet deshalb: für die Hanfzucht ist Licht zwar das einzig wirklich notwendige, auf das meiste andere "empfohlene" Zubehör kann jedoch nicht verzichtet werden!

Licht — naturwissenschaftlich

Wie läßt sich Licht beschreiben? Gibt es Licht und Licht oder ist Licht immer gleich? Die Naturwissenschaft hat sich mit solchen Fragen beschäftigt und ich möchte die Erkenntnisse in kurzer verständlicher Form kurz vorstellen.


Licht ist eine Welle (aber auch Teilchen, jedoch möchte ich niemanden mit Quantenmechanik langweilen) und ihre Wellenlänge bestimmt auch die Farbe mit der das Licht widergegeben wird. Und hier sind nicht die typischen sichtbaren Farben gemeint, sondern viel mehr die Spektralfarben. Das Lichtspektrum erstreckt von ultraviolett (kurzwellig) bis infrarot (langwellig)., wobei das menschliche Auge nur Licht ab einer Wellenlänge von ca. 330 nm (Nanometer=1/1.000.000 Millimeter) bis zu einer Wellenlänge von ca. 770 nm wahrnehmen kann. Das grüne und gelbe Licht erscheint dabei dem menschlichen Auge am grellsten (jeweiter in der Mitte desdo greller).


Für die Pflanzenzucht gilt jedoch anderes. Am Bild erkennt, daß Wellenlängen oberhalb von 700 und unterhalb von 400 nm für die Photosynthese wirkungslos sind, wobei UV-Licht sogar eher hemmend auf das Pflanzenwachstum wirkt. Es wirkt also nur sichtbares Licht und davon der Blau- und Rotbereich. Grünes Licht ist relativ wirkungslos.
  Ein weiterer wichtiger Faktor für die Pflanzenzucht ist der Lichtstrom (nicht zu verwechseln mit Lichtstärke). Lichtstrom ist die Lichtleistung einer Lichtquelle für allseitig abgestrahltes Licht. Die Maßeinheit für den Lichtstrom wird in Lumen (lm) angegeben. Je mehr Licht eine Quelle abstrahlt desdo höher der Lumen-Wert. Viele Lichtstromangaben werden oft in Lux angegeben. Lux bedeutet einfach Lumen pro Quadratmeter. Die Sonne z.B. gibt unabzählbar viel Lumen ab, davon treffen aber auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche ca. 15000 Lumen auf. Das bedeutet, daß das die Sonne die Erde mit 15000 Lux bestrahlt.   Zuletzt, weniger für das Pflanzenwachstum, sondern viel mehr beim Lampenkauf, von Bedeutung ist die Lichttemperatur. Die Einheit für die Lichttemperatur ist Kelvin (K).   Zum besseren Verständnis möchte ich ein paar Beispiele vorführen:

  • Die Mittagssonne im Juni (in Mitteleuropa) trifft mit 15000 Lux (= 15000 Lumen pro m_) auf die Erde auf. Sie hat dabei eine Farbtemperatur von ca. 5000 Kelvin und deckt das komplette Lichtspektrum (von Infrarot bis Ultraviolett ab).
  • Die Nachmittagssonne im September trifft zwar mit dem selben Lichtstrom auf die Erde auf (15000 Lux), hat dabei eine viel wärmere Farbtemperatur (ca. 3500 Kelvin).


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