Die Ernte
Tag 84:
Es ist soweit - die Ernte folgt, nach 56 Tagen Blüte. Eine Pflanze hätte vielleicht noch ein paar Tage gekonnt (knapp 50% braune Härchen, Harz beginnt erst etwas trüb zu werden), eine hätte vor ein paar Tagen geerntet werden können (über 90% braune Härchen, Harz ist schon ziemlich trübe), eine ist imho perfekt (etwa 75% braune Härchen, Harz ist gleichmäßig trübe aber noch nirgendwo bräunlich). Da die geernteten Pflanzen im gleichen Schrank getrocknet werden sollen, ließ sich der Kompromiß nicht vermeiden, der Gärtner hat sich in diesem Falle nach seiner Favoritin gerichtet. Diese hat das meiste Harz und sehr zu seiner Überraschung deutlich violett gefärbte Blütenkelche). Die Ernte dauerte in diesem Falle über 5 Stunden. Die Äste wurden gekappt und von den großen Blättern befreit. Dann wurden die aus den Blütenständen wachsenden Blätter (ohne oder mit nur wenig Harz) sowie die untersten, nur sehr schwach entwickelten Blüten entfernt. Daraus läßt sich später mit einem Pollenshaker ein nettes Stück Hasch herstellen, bzw. Grassbutter oder soetwas machen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie der 1-L Colaflaschenvergleich zeigt:
Tag 91:
Nach einer Woche trocknen hat sich viel vom (grünen) Chlorophyll abgebaut, und die Buds sehen mehr in Richtung olivfarben aus, mensch kann hier die besten Spitzen der Purpurfarbenen Pflanze erblicken, diesmal nicht mit der Billigdigitalcam geschossen sondern gescannt.
PIC43

[1] Die Äste wurden dann zum Trocknen kopfüber in den Schrank gehängt.
[2] Die Buds sind Fertig !
Ein erster Rauchversuch beweist, dass das Experiment gelungen ist. Ein softes und klares Sativa-High und ein jetzt schon angenehmer Geschmack. Jetzt kommen die Blüten (von den Stielen getrennt natürlich) in Plastiktüten, welche verschlossen werden. Nach 24 Stunden, fühlen sie sich wieder feucht an, da die Feuchtigkeit aus dem Inneren der Blütenstände (und der Stengel wieder nach außen tritt. Die Beutel werden für ein paar Stunden geöffnet, dann wieder verschlossen. Es ist fertig, wenn es sich gut rauchen läßt.
Die befruchteten Blütenstände haben schon jeweils zwischen 50 und 100 Samen entlassen, also mehr als genug für ein paar Jahre, bzw. nette Tauschobjekte :o). Das klappt aber nur, wenn es sich um eine relativ stabile Sorte handelt, bei den meisten Hybriden funktioniert das nicht. Es hat sich also gezeigt, dass es durchaus möglich ist, eine anständige Menge (in diesem Fall über 250 Gramm getrocknet) hochwertiger Hanfblüten in einem kleinen Schrank von 'kleinwohnungsfreundlichen' Abmessungen zu ernten. Die 'relativ' große Investition hat sich hier schon gelohnt, für diese Menge müßte mensch auch in Holland annähernd DM 3000 bezahlen. Ab der 2en Ernte kostet dann eigentlich nur noch der Strom, sowie Dünger etc. Aber lohnen tut es sich allemal. Schade, dass es in Deutschland ja leider nicht erlaubt ist. Vom Setzen der Samen bis zum endgültigen Ergebnis (sprich nach dem sogenannten 'curing') dauerte es in diesem Fall 100 Tage. Es sollte gesagt werden, dass die Blütezeit der Power Plant für eine Sativa(dominante) Pflanze ungewöhnlich kurz ist. Allerdings hat die vegetative Phase hier auch 4 Wochen gedauert (auf Anraten eines Mitgrowers, der die Power Plant bereits gezüchtet hat). Die meisten Sativas sollten bereits früher in Blüte gebracht werden (siehe auch der Artikel zur Sativazucht), also wird es bei den meisten Sorten ähnlich lange dauern. Ich hoffe, der/die eine oder andere hatte Spaß an diesem Bericht bzw. hat etwas gelernt. Von Nachahmung muss natürlich abgeraten werde, siehe bitte den Hanfburg Disclaimer.
Ein wenig Werbung darf nicht fehlen: Mario empfiehlt die Hanfburg :o) Nicht alle links auf Produkte, die du hier kaufen kannst, zeigen genau die tatsächlich verwendeten Geräte, sie geben aber einen gewissen Anhaltspunkt z.B. was die Größe oder Kapazität betrifft. Konkrete Fragen beantworte ich gerne im Forum. Falls es genug Interesse gibt, folgt später noch mal einen detaillierte Aufbauanleitung für diesen Schrank.
Mit highteren Grüßen Mario Warner (alias Helferich) |