HANFBURG USERFORUM
  Krankheiten / Schaedlinge
  Der Nährstoff-Problemfinder! (Page 1)

ANTWORT SCHREIBEN | NEUES THEMA ERSTELLEN
Profil | Registrieren | Voreinstellungen | Hilfe

Thema geschlossen  Thema geschlossen!
eMaile diese Nachricht an einen Freund!

« vorherige Nachricht | Nächste Nachricht »
Dieses Thema ist 2 Seiten lang:   1  2 

Dieser Beitrag ist erfolgreich in das Forum Growing Advanced verschoben worden.

Autor Thema:   Der Nährstoff-Problemfinder!
Helferich
Knosperich
erstellt am: 24.07.2001 10:41     Sehen Sie sich das Profil von Helferich an!   Senden Sie Helferich eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Moin!

Der folgende text ist nicht auf meinem mist gewachsen sondern befindet sich auf overgrow, hab ihn nur übersetzt und etwas ergänzt. Shabang meinte, es sei ok, ihn hier zu posten.

Wird wenn alle beteiligten die zeit finden evtl. mal ein neues special, schaden wird es hier auch nicht. Bitte uppen und vor allem auf fehler mitkorrigieren!

Danke,
Helferich


Nährstoffproblemlöser V1.1 - (c) by Jackerspackle / Overgrow
(c)

1)
- Wenn das Problem nur den unteren oder mittleren Teil der
Pflanze betrifft --> 2)
- Wenn es nur die Spitze betrifft --> 10)
- Wenn es die ganze Pflanze betrifft --> 6)

2)
- Blätter haben eine recht einheitliche gelbliche oder sehr
hellgrüne Farbe, Blätter sterben ab und fallen runter, Wuchs
verlangsamt sich oder stoppt. Die Ränder der Blätter sind weder
nach oben noch nach unten eingerollt --> N-Mangel
- trifft nicht zu --> 3)

3)
- Blattränder sind ein wenig bis stark nach oben eingerollt,
Spitzen sind etwas verdreht. Blätter sind etwas
blaßgrün/gelblich (können braun/bräunlich werden) aber die
Blattadern bleiben grün --> Mg-Mangel
- Wenn dies nicht zutrifft --> 4)

4)
- Blätter werden gelblich bis bräunlich. Gelbe, braune oder
abgestorbene stellen, besonders an den Blatträndern, die sich
etwas kringeln. Pflanzen sind etwas *zu* groß --> K-Mangel
- wenn nicht - lies weiter

5) Blätter sind dunkelgrün oder etwas rötlich/purpur. Stengel
und Blattstiele haben rötliche/purpurfarbene stellen. Blätter sind
evtl. gelb oder kringeln sich etwas ein. Blätter fallen evtl. ab.
Wuchs ist evtl. langsam und Blätter sind evtl. sehr klein. -->
P-Mangel
- trifft dies nicht zu --> 6)

6) Spitzen der Blätter sind gelbbraun, braun oder abgestorben.
Ansonsten sehen die Pflanzen grün und gesund aus. Stengel
sind evtl. weich und etwas schlaff. Evtl. Überdüngung (speziell
Stickstoff N), überwässert, beschädigte bzw. erkrankte
Wurzeln, unzureichende Versorgung der Wurzeln mit Sauerstoff
(Abhilfe: anderes Bodengemisch mit mehr Perlite oder auch
grobem Sand). Unter Umständen liegt auch ein Mangel an N-P-K
vor (evtl. bei organischen Düngern oder ungeeigneten Düngern)
- trifft dies nicht zu --> 7)

7) Blätter sind nach unten eingerollt (etwas wie bei einem
Widderhorn), sind sehr dunkel grün, gräulich, braun, golden.
Evtl. liegt eine Überdüngung vor (zuviel N)

- trifft dies nicht zu, --> 8)

8) Die Blätter sind verwelkt bzw. trocken, obwohl der Boden
feucht ist. --> Überdüngung, zu feuchte Erde (zuviel
gegossen), beschädigte oder erkrankte Wurzeln, Krankheiten,
Mangel an Kupfer (sehr unwahrscheinlich bei Verwendung eines
guten Düngers der Mineralstoffe und Spurenelemente enthält.

- trifft dies nicht zu, --> 9)

9) Pflanzen kommen nur sehr zögerlich oder gar nicht in Blüte,
auch wenn über mehr als 2 Wochen eine Dunkelphase von 12
Std. eingehalten wird.

--> Die Dunkelperiode wird evtl. doch unterbrochen. Evtl. zuviel
Stickstoff im Dünger. Zu starkes/häufiges Beschneiden.

- trifft dies nicht zu, --> 10)

10) Blätter sind (hell)gelb bis fast weiß, Blattadern sind aber
grün. ---> Eisenmangel.

- trifft dies nicht zu, --> 11)

11) Blätter sind hellgrün oder gelblich, ausgehend vom Stamm,
während die Blattränder grün bleiben. Zwischen den
Hauptblattadern können nekrotische /(abgestorbene) Stellen
entstehen. Die Blätter sind aber nicht verkrümmt oder eingerollt.
--> Magnesiummangel

- trifft dies nicht zu, --> 12)

12) Blätter sind verkrümmt, evtl. etwas eingerollt, sonst wie 11)
--> Zinkmangel

- trifft dies nicht zu, --> 13)

13) Blätter sind verkrümmt, werden dann braun oder nekrotisch.
--> Evtl. ist die Lampe zu nahe an den Spitzen. Sehr (!) selten
auch: Calcium oder Bor Mangel

- trifft dies nicht zu - findet das Tool das Problem nicht (Pech
für Dich) oder Du hast schlicht und ergreifend eine schwache
und wenig erfolgversprechende Pflanze. Sei wie die Natur und
selektiere sie aus.


Die Hauptnährstoffe:

Stickstoff (N) - Pflanzen benötigen im Wachstum viel N aber
man übertreibt es leicht, die Folge sind Verbrennungen und
andere Fehlentwicklungen. Durch Osmose werden der Pflanze
über die Wurzeln Nährstoffe entzogen, es sieht dann aus wie ein
heftiger, plötzlicher Mangel an N. Abhilfe: Ein gutes Durchspülen
des Bodens mit handwarmem Wasser (20-25°), solange bis ca.
das 1-2 fache des Topfvolumens unten wieder rausgelaufen ist.
Danach mit niedriger Dosis weiterdüngen und evtl. langsam und
stetig ansteigen lassen. Eine Überdüngung tritt eher von oben
nach unten auf als umgekehrt. Ein Mangel durch zuwenig N in
der Nährlösung äußert sich wie oben beschrieben.

Stickstoff (wie auch alle anderen Nährsalze und
Spurenelemente) sollte in Düngern möglichst in einer leicht für
die Pflanzen aufnehmbaren Form vorliegen (Chelate) was leider
nicht bei jedem Dünger der Fall ist. Ammoniumnitrat ist eine sehr
aggressive Form des Stickstoffs und reagiert leicht mit anderen
Bestandteilen im Dünger bzw. im Boden. Gerade Billigdünger
enthalten oftmals viel Ammoniumnitrat (= billiger) bzw. die
Nährstoffe liegen nicht oder nur zum Teil in einer gut
aufnehmbaren Form vor. Das kann dazu führen, daß sich
ungewünschte bzw. schädliche Bestandteile von Düngern in der
Pflanze anreichern. Soetwas kommt bei Düngern mit
EG-Zulassung nicht vor und schon gar nicht bei zur Düngung
von Hanf konzipierten Markenprodukten, die man in jedem
Growshop kaufen kann.

Viele Grower schwören darauf, den Pflanzen 1-3 Wochen vor
der Ernte keinerlei Nährstoffe mehr zu geben, was den
Geschmack verbessern, allerdings Mangelsymptome auch
beschleunigen kann.

Magnesium: Magnesiummangel tritt relativ häufig auf, weil die
Pflanze in jedem Stadium ihrer Entwicklung viel davon
verbraucht und viele Dünger (auch einige Hanfdünger) wenig
oder kein Mg enthalten. Die Canna Serie enthält ausreichend Mg
da sollte ein solcher Mangel kaum auftreten.

Ein Mangel kann durch Gabe von etwas Bittersalz (ca. 1
Teelöffel auf 10 Liter Wasser, bei Blattdüngung die Hälfte) rasch
behoben werden. Man sollte es aber nur zugeben wenn recht
zweifelsfrei ein Mangel an Mg vorliegt. Zuviel ist nicht gut, da
zuviel Mg. die Aufnahme anderer Spurenelemente und
Makronährstoffe behindern kann.

Ein Mg. Mangel kann auch durch ein Zuviel von Calcium (hartes
Wasser), Chlor oder Ammoniumnitrat verursacht sein, wenn der
Dünger ausreichend Mg enthält. Dann macht es keinen Sinn,
einfach mehr Mg. zu geben.

K (Kalium) - Die Pflanze braucht Kalium für sehr viele Vorgänge
in Wachstum und Blüte. Zuviel Natrium kann die Aufnahme von
Kalium blockieren. Der (Koch)salzgehalt der Nährlösung kann z.b.
durch PH+ steigen, zuviel unverrotteter Kompost in der
Bodenmischung kann diese Blockade ebenfalls verursachen.
Auch hier hilft meist gutes Durchspülen. Ebenso wie beim Mg.
kann zuviel Ammoniumnitrat oder Kalzium die Kaliumaufnahme
blockieren.

Phosphor: Die Pflanze braucht Phosphor vor allem bei der
Bewurzelung und in der Blüte. Ein ausgesprochener Mangel tritt
aber eher in der Blüte auf. Leichte Mangelsymptome am Ende
der Blüte ist tolerabel. Rote Blattstengel und kleinere Stengel
sind bei vielen Sorten genetisch bedingt und daher kein sicheres
Anzeichen für einen Mangel. Sie können auch durch N, K oder
Mg.-Mangel mitverursacht sein, und sollten daher keineswegs
der Anlass für sofortiges 'Behandeln' mit Phosphor sein. Zuviel
Phosphor kann die Aufnahme von Eisen blockieren und meiner
Erfahrung nach generell das Gewebe schwächen, was die
Pflanzen (speziell fette Blütenstände) anfällig gegen Krankheiten
machen.

Eisen: Ist für die Pflanzen bei einem zu hohen PH Wert nicht
verfügbar. Bei Mangelerscheinungen misst man am besten den
PH Wert (auf Erde max. 6,5, bei Hydro unter 6) und prüft, ob
evtl. zuviel P verabreicht wurde (PK13/14). Wer einen
ausgewogenen Hanf-Volldünger verwendet wird kaum mit
Eisenmangel zu tun haben. Auch Eisen wird am besten in der
Chelatform aufgenommen, die liegt aber nicht in Billigdüngern
vor. Zu viel Eisen kann dazu führen, daß zuwenig P vorliegt, da
sollte immer eine gewisse Balance eingehalten werden.

Mangan: ist ebenfalls bei einem zu hohen PH wert nicht gut
verfügbar, bzw. bei zuviel Eisen.

Zink: ebenso, wie bei Eisen und Mangan. Zink, Eisen und
Manganmangel treten oft zusammen auf, weil sie durch einen zu
hohen PH wert verursacht werden.

Daher sollte man sehr vorsichtig damit sein, seinen Pflanzen
einen reinen Mineralienzusatz zu verabreichen. Meist ist es
erheblich leichter und effektiver, den pH wert der Nährlösung
abzusenken. Mineralien wirken sehr komplex und im Verbund mit
den anderen Nährstoffen, zuviel kann daher zu komplexen
Problemen führen.

Falls die Probleme wirklich sehr groß sind, empfiehlt sich eine
Blattdüngung mit Mineralien (nur Mineralstoffe in Chelatform
verwenden, nur diese sind für Blattdüngung geeignet).

Fast niemals ist es die richtige Taktik, einfach von einem Stoff
mehr zu geben, denn es treten komplexe Wechselwirkungen auf.
Man sollte erst mal überprüfen, ob einfach die Aufnahme gestört
ist und die Ursache dafür beseitigen (meist ist es ein pH
Problem).


Andere mögliche Problemquellen:

Leitungswasser: Weiße oder braune Verkrustungen an den
Wasserhähnen bzw. entsprechende Rückstände in
Wasserkochern und Kaffeemaschinen läßt auf sehr hartes
Wasser schliessen, das bedeutete, daß es viele Mineralien
enthält. Leitungswasser mit einem EC Wert von XXX (total
dissolved solids) level of more than around 200ppm) gilt als
'hart', dies sollte als Problemquelle in Betracht gezogen werden
wenn chronische Probleme auftreten.

Man kann einfach bei den örtlichen Wasserwerken nach den pH
+ EC Werten sowie nach dem Mineralgehalt fragen, so etwas ist
für viele Dinge wichtig (z.B. Waschmittelverbrauch) und die
Frage danach wird mit Sicherheit keinerlei Mißtrauen erregen.


Mit technischen Hilfsmitteln (umgekehrte Osmoseanlage,
De-Ionisatoren) kann man hartes in weiches Wasser
verwandeln, allerdings ist dies sehr kostspielig und wird sich für
den normalen Heimgärtner nicht lohnen. Normale, billige
Wasserfilter lösen das Problem leider nicht.

Es gibt spezielle Dünger (z.B. Canna Roja, evtl. auf Bestellung in
der Hanfburg erhältlich) die für hartes Wasser geeignet sind,
frag nach. Die Suchmaschine findet auch einiges zum Thema
'hartes Wasser'. Evtl. macht es Sinn, Regenwasser zu sammeln.

pH-Wert: Der pH-Wert der Nährlösung (= Wasser + Dünger)
sollte zwischen 5,9 und 6,5 liegen (auf Steinwolle oder anderen
Hydrosubstraten 5,5-6,1) damit die Nährstoffe für die Pflanze
verfügbar sind. Allgemein gesagt werden die meisten
Mikronährstoffe (Spurenelemente) bei einem zu hohen pH Wert
(>7) nicht mehr aufgenommen. Die Makronährstoffe (N-P-K)
hingegen lassen sich bei einem sehr niedrigen pH Wert (<5)
nicht verwerten. Leitungswasser ist meist zu alkalisch und sollte
dann mit pH- behandelt werden (Vorsicht: das lässt den EC
Wert steigen!). Erdmischungen mit sehr viel Torf
werden leicht zu sauer, es empfiehlt sich, etwas Gartenkalk
reinzumischen. Handelsübliche, fertige Growerden haben
eigentlich immer optimale Werte. Canna Dünger (sowohl für Erde
als auch für Hydro) regeln den pH Wert der Nährlösung
selbständig. Offenbar werden dann allerdings meist niedrigere
Werte gemessen als tatsächlich vorliegen, das kann an
besonderen, pH-senkenden Zusätzen in dem Dünger liegen. Mein
Tip: Wenn es den Pflanzen gutgeht, sie sich kräftig entwickeln,
sollte man lieber den Augen vertrauen als der Messung. Dies gilt
soweit ich es beurteilen kann nur für die Canna Dünger.

Wenn man nur ab und an den pH Wert des Leitungswasser mißt,
kommt man evtl. mit billigen (aber etwas ungenauen)
Teststreifen aus, mindesten bei Hydroanbau kommt man um den
Kauf eines pH Meters und eines EC Meters nicht herum, das
rechnet sich relativ schnell.

Weitere Faktoren die zu Problemen führen können, welche als
Nährstoffprobleme erscheinen können:

Kälte: Niedrige Temperaturen (unterhalb 10°) können die
Aufnahme von Phosphor empfindlich stören. Manche tropische
Sativasorten kommen mit solchen Temperaturen nicht gut klar.
Wenn man in der Lage ist, den Wurzelbereich etwas höher zu
temperieren, kommen sie besser damit klar.

Hitze: Wenn die Lampe zu dicht an den Pflanzenspitzen ist,
können sich die Blätter aufrollen, vertrocknen oder verbrannt
aussehen, was wie ein Nährtoffproblem aussehen kann. Ein
guter Tip ist es, die Hand für eine Minute in Höhe der
Pflanzenspitzen unter die Lampe zu halten. Es sollte nicht
unangenehm heiß werden. In diesem Falle sollte man das Licht
höher hängen, oder evtl. die Pflanze herunterbinden. Auch kann
man einen Schwenkventilator auf die heiße Zone richten. Die
Temperatur des Raumes sollte in jedem Fall unter 29° liegen,
sonst wird die Pflanze evtl. ihr Wachstum einstellen bzw. zuviel
Wasser verdunsten was zu einem Kaliummangel führen kann.

Schimmel und Fäulnis: Dunkle, ungleichmäßige Flecken auf
Blättern und/oder Blüten können Schimmel sein. Man sollte die
Luftfeuchtigkeit senken und die Ventilation erhöhen, falls
oberflächlicher Schimmel zum Problem wird. Oberflächlicher
Schimmel breitet sich meist nicht weiter aus, wenn die Ursachen
dafür ausgeräumt sind.

Schädlinge: Helle Punkte oder silbern glänzende Zonen auf der
Oberseite der Blätter können auf Insektenbefall wie Thripse oder
Spinnmilben hinweisen. Meist langt ein normales
Vergrößerungsglas um sich Gewißheit zu verschaffen.

Sprühen: Unter ungünstigen Umständen können kleine
Tröpfchen auf den Blättern wie Brenngläser wirken und zu
kleinen weißen, gelben oder braunen Flecken auf den Blättern
führen, die wie ein Insektenbefall aussehen können.

Schacher, spargeliger Wuchs: Nicht ausreichendes oder
falsches Licht (siehe Dim's Licht Special) kann dazu führen, daß
die Pflanzen (besonders Sämlinge) schwächlich und mit einem
langen, instabilen Stengel wachsen.

Stecklinge: Vergilbende Blätter oder unnatürlich lange
Bewurzelungszeiten (>3 Wochen) können ein Hinweis auf zuviel
Licht sein. Die Pflanze treibt Photosynthese, kann aber keine
Nährstoffe aufnehmen. Möglicherweise hat der Steckling auch
zuwenig Kontakt mit dem Bewurzelungsmedium und verliert
Feuchtigkeit, die er nicht aus dem Substrat wieder aufnehmen
kann, weil er eben noch nicht bewurzelt ist.

Einige spezielle Anmerkungen zu Düngern:

Generelle Tips: Hanf wächst fast mit jedem handelsüblichen
Dünger, da er extrem anpassungsfähig ist. Nicht optimale
Kombinationen können aber dazu führen, daß sich bestimmte
Stoffe anreichern und irgendwann Probleme verursachen, oder
daß ein chronischer Mangel auftritt, mit dem gleichen Resultat.
Das kommt etwas auf die sonstigen Umstände an, und muß
nicht zwangsläufig passieren. Wenn es Probleme gibt, sind die
dann allerdings meist recht komplex und entsprechend schwierig
zu behandeln.

Wenn Du ein Reservoir benutzt (= die Nährlösung seltener und in
größeren Mengen ansetzt) empfiehlt es sich, die Nährlösung
regelmäßig umzuwälzen (mittels einer kleinen Umwälzpumpe) und
die Lösung regelmäßig (mind. nach 2 Wochen, bei Verwendung
der BCuzz Booster alle 7-10 Tage) auszutauschen.

Eine generelle Empfehlung zum EC Wert:

Sämlinge: xxx 50-150 ppm
Unbewurzelte Stecklinge xxxx 100-350
kleine Pflanzen xxxx 400-800 ppm
grosse Pflanzen xxxx 900-1800 ppm
Letzte Woche der Blüte: nur noch klares Wasser (evtl. mit
BCuzz Blütenstimulator)

(Falls jemand die ppm werte in ec umrechnen kann - bitte melden!)

Dies sind nur sehr grobe Richtlinien, der tatsächliche Bedarf
ergibt sich z.b. aus der Lichtmenge die der Pflanze zur
Verfügung steht. Pflanzen unter weniger Licht benötigen
weniger Dünger und umgekehrt.

Bei Verwendung von organischen Düngern wird ein EC Meßgerät
niedrigere Werte zeigen, hier gilt besondere Vorsicht vor dem
Überdüngen.

Bei Verwendung von nicht speziell für Hanf gedachten Düngern
sollte man sich an die Dosierungsanweisungen für stark
z6ehrende Pflanzen (z.b. Tomaten) halten. Tomatendünger ist
meist ein recht guter Blütendünger (rel. wenig N und viel P + K)

Viele Dünger haben keine EG Zulassung als Nährstoff für
Lebensmittelpflanzen, das kann heißen, daß der (billig)Dünger
Rückstände in der pflanze hinterläßt die man lieber nicht
konsumieren und schon gar nicht rauchen möchte. Hanfdünger
mit einer unterschiedlichen grow/flower Formel bieten der plant
genau das was sie in den verschiedenen Phasen braucht. Aber
dafür braucht man kein Dutzend verschiedene Zusätze. Solche
extra Zusätze wie pk13/14, booster usw. bringen imho nur dann
etwas wenn sonst alles im Optimum liegt. Sie steigern den
Ertrag wenn überhaupt dann nur ein ganz klein wenig.
Ausnahmen meiner Erfahrung nach: Wurzelstimulatoren
beschleunigen den bewurzelungsprozess schon sichtbar. BCuzz
Blütestimulator sorgt für etwas größere, süßere Buds. Beide
Stoffe beinhalten keine Nährsalze, man kann sie also mit jedem
Dünger gut kombinieren (aber nicht mehr als empfohlen).


Es gibt mittlerweile eine sehr große Anzahl von speziell für die
Hanfzucht formulierten Dünger. Es sind ausnahmslos alle gut
geeignet. Teurere, komplizierte (z.B. Mehrkomponentendünger)
sind nicht automatisch besser. Sie können einem sehr
erfahrenen Grower unter gewissen Umständen ermöglichen,
noch etwas mehr auszuholen, das macht aber höchstens bei
sehr großen Stecklingskulturen nennenswert etwas aus.

Neuerdings gibt es mehrere Basisdünger die in der Blüte mit PK
13/14 ergänzt werden sollen. Diese Dünger sind für sich
genommen eher auf die Wuchsphase ausgelegt (viel N, weniger
P und K). Von diesen Düngern und insbesondere der
K0ombination mit PK 13/14 würde ich prinzipiell jedem abraten,
der nicht viel Erfahrung und etwas Risikobereitschaft mitbringt.
Mehrkomponentendünger und Zusätze mit Nährsalzen (z.b.
pk13/14) sollte man nur mit ec wert Meßgerät benutzen um
Überdüngung zu vermeiden.


Das Allerwichtigste zum Thema Düngen ist dies:

Dünger verursacht kein Wachstum sondern unterstützt nur
vorhandenes Wachstum

Das bedeutet, daß das Wachstumsmuster der plant genetisch
vorgegeben ist und durch die Umstände (vor allem licht und
Luft) mehr oder weniger ausgelebt werden kann. Beim wachsen
(egal ob vegetatives Wachstum oder Blütenwachstum) werden
Nährstoffe verbraucht die dann ersetzt werden müssen. Werden
sie nicht ersetzt, sind Mangelsymptome zu beobachten, die mit
einer Düngergabe wieder verschwinden.

Wenn diese Umstände nicht stimmen, kann die plant keinen
zusätzlichen Dünger verarbeiten, Nährsalze reichern sich im
Boden an und versalzen den Boden.
Grundsätzlich ist es wirklich so: wenn das Optimum erreicht ist
und alle verbrauchten Nährstoffe ersetzt werden, läßt sich dies
nicht mehr steigern. Wenn man den Plants mehr gibt als sie
verbrauchen, werden das einige Sorten vertragen (aber nicht
mehr Ertrag haben) während andere Sorten dadurch geschädigt
werden können. Man kann also nix gewinnen, wenn man mehr
düngt als nötig.

Pflanzen sind Lebewesen und keine Maschinen oder Motoren.
Das heißt, man kann nicht irgendwie Äther in die Vergaser
sprühen und die Leistung kurz mal verdoppeln.

Ans Limit düngen ist sehr viel riskanter als aussichtsreich

Ein Züchter von Serious Seeds hat das sinngemäß so formuliert:
die Leute fragen immer bis wieviel der ec wert gehen darf, bevor
Überdüngungserscheinungen auftreten. Die frage sollte lauten:
kann die plant mit einem höheren ec wert etwas anfangen...
(quelle: letzte 'Hanfblatt')
Er sagt, er hätte sehr selten Plants erlebt, die mit einem ec
wert über 2 mehr Blütenmasse bilden als mit einem ec wert
Besonders die Verwendung von pk13/14 kann leicht zu einer
Überdüngung führen bzw. das Pflanzengewebe so schwächen,
daß man dann zwar superfette Buds hat, diese aber von innen
heraus vergammeln (Budrot = Botrytis --> Suchi).Mußte ich
leider mehrmals erleben, und immer war pk13/14 im Spiel...

Grundsätzlich ist Dünger ein weniger entscheidender Faktor. Auf
keinen Fall trifft die gerne gebauchte Formel 'Viel hilft viel' zu,
das genaue Gegenteil ist der Fall. Dünger kann nur vorhandenes
Wachstum unterstützen, indem es der Pflanze verbrauchte
Nährstoffe wieder zuführt. Keineswegs verursacht Dünger
irgendwelches Wachstum. Das kann man gar nicht oft genug
wiederholen.

Ein leichter Düngermangel schadet wenig und ist im Nu behoben.
Eine leichte Überdüngung kann Wuchs und Ertrag schon sehr
beeinträchtigen und ist nicht so leicht wieder zu beheben. Jede
Pflanze hat ein Maximum an Dünger die sie umsetzen kann. Die
Größe der Buds und damit der Ertrag sind in erster Linie
genetisch festgelegt. Auch wenn einzelne Pflanzen extrem hohe
EC Werte 'vertragen', heißt das nicht zwangsläufig, daß sie
diese Mengen an Dünger auch verwerten können. Das ist dann
zumindest Verschwendung und beinhaltet ein permanentes
Risiko. Ein simpler Dünger hat fast immer genau den gleichen
Effekt, birgt aber weniger Risiken.

(c) Overgrow/Jackerspackle - Allgemeiner Teil leicht
überarbeitet und dezent ergänzt von Helferich

johndude
Forum Member
erstellt am: 24.07.2001 10:54     Sehen Sie sich das Profil von johndude an!   Senden Sie johndude eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
YO !!

..ich denke, dieser beitrag verdient ein special.. vielleicht kann man das ganze auch automatisieren (JAVA o.ä.).. aber: ist nur ein vorschlag.. auch in dieser form sehr sehr nützlich!!

DANKE !!

johndude.

------------------
*************************
PEACE FROM BENZTOWN !!

http://www.hoopdreams.de
*************************

St. Pepper
Forum Member
erstellt am: 24.07.2001 11:17     Sehen Sie sich das Profil von St. Pepper an!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
WOW.

Erste Sahne! Vielen Dank.

up!
unregistriert
erstellt am: 24.07.2001 15:16           Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
...

Hä???
unregistriert
erstellt am: 24.07.2001 15:22           Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Wieso "up" ?

Sicker
Forum Member
erstellt am: 24.07.2001 16:24     Sehen Sie sich das Profil von Sicker an!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Wenn keiner was dazu anzumerken hat,damit meine ich fehler,bin ich auch der meinung,dass das was für die lehrgänge oder specials ist.im lehrgang steht ja auch,für den newbie ist über- leicht mit unterdüngung zu verwechseln.aber unterschiede standen da nicht.deshalb find ich das hier als ergänzung mehr als angemessen...

Helferich
Knosperich
erstellt am: 24.07.2001 17:27     Sehen Sie sich das Profil von Helferich an!   Senden Sie Helferich eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Moin,

das in lehrgänge oder specials aufzunehemen kostet die programmierer mehr zeit als sie im moment haben.Ich denke es langt, den thread eineige zeit lang zu uppen und dann einfach den link zu posten. Vielleicht wirds ja noch ein special irgendwann, helfen kanns schon jetzt denk ich.

------------------
Tschüss,
Helferich

'_' + __~ = *_*

...
unregistriert
erstellt am: 25.07.2001 09:08           Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
...

Up
unregistriert
erstellt am: 26.07.2001 12:56           Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Up, Up and away.....

up
unregistriert
erstellt am: 30.07.2001 20:58           Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
quote:
Original erstellt von Up:
Up, Up and away.....

the same

weednicker
Forum Member
erstellt am: 30.07.2001 23:15     Sehen Sie sich das Profil von weednicker an!   Senden Sie weednicker eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Toller beitrag Helferich !

Muss ja ne menge arbeit gewesen sein alles zu übersetzen. Sehr hilfreich ich habe rausgefunden das meine plant leichte kalium-mangel hat !

------------------
)
<//////>fire?
)

Highlander1000
Forum Member
erstellt am: 07.08.2001 20:58     Sehen Sie sich das Profil von Highlander1000 an!   Senden Sie Highlander1000 eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Hi kannst du mir bitte helfen denn ich habe glaub ich meine pflanzen verbrannt, ich habe heute meine Pflanzen durchgespühlt und habe dieses Wasser dann gemessen und es hatte einen Ec wert von 2,7 also denke ich mal das ich sie verbrannt habe ich habe sie durchgespühlt bis das wasser nur noch einen ecwert von 0,5-o,9 hatten und hoffe jetzt mal das sie nicht weiter absterben bitte hilf mir denn ich weiß nich mehr weiter
Ciao Highlander1000

Helferich
Knosperich
erstellt am: 11.08.2001 17:53     Sehen Sie sich das Profil von Helferich an!   Senden Sie Helferich eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
Moin!

Jetzt kannst du nur noch hoffen, und ihnen sowas wie canna rhizotonic geben, evtl. auch einene anderen wurzelstimulator

------------------
Tschüss,
Helferich

'_' + __~ = *_*

Helferich
Knosperich
erstellt am: 13.08.2001 22:54     Sehen Sie sich das Profil von Helferich an!   Senden Sie Helferich eine eMail!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
up...

Stone
Forum Member
erstellt am: 20.08.2001 14:27     Sehen Sie sich das Profil von Stone an!     Editieren oder l–schen Sie diesen Beitrag! Antwort mit Zitat
...

Dieses Thema ist 2 Seiten lang:   1  2 

Alle Zeiten sind GMT (DE)


Administrative Optionen: Beitrag öffnen | Archivieren/Bewegen | Beitrag löschen


Gehe zu:
Kontaktadressen Sitemap Impressum nach oben
Navigation